Volksabstimmung „HalbeHalbe“

Am Donnerstag, 9. Juli 2020, begrüsste Jutta Gstrein, in Triesen, im Clubraum des Gehörlosen Kulturvereins Liechtenstein, interessierte Wählerinnen und Wähler zu einer dritten und letzten Informationsveranstaltung zur bevorstehenden Volksabstimmung, im August. Nach den beiden Anlässen zu den Themen «Doppelbürgerschaft» und «Mobilitätskonzept 2030», stand diesmal das Thema «HalbeHalbe» auf dem Programm.

 

Die Referenten Martina Haas und Remo Looser, Mitglieder des Initiativkomitees «HalbeHalbe», hatten eine anschauliche PowerPoint Präsentation zu diesem Thema vorbereitet, welche den 50-minütigen Vortrag und die Erklärungen begleitete. Leider spielte ihnen die Technik zu Beginn des Vortrags einen Streich und der YouTube Film mit den Meinungen von verschiedenen Personen konnte nicht gezeigt werden. Doch das war nicht so schlimm, denn eine Gebärdensprachdolmetscherin und eine Praktikantin übersetzten den Vortrag und das Publikum bekam viele aufschlussreiche Informationen. Zudem erhielten die Anwesenden die Unterlagen mit dem Vermerk auf den Link in Papierform und der verpasste Beitrag kann später privat unter https://www.youtube.com/watch?v=APrZ8tjEbwE angeschaut werden.

Im Vortrag wurde erklärt, was man unter dem Thema „HalbeHalbe“ versteht und warum eine Volksabstimmung nötig ist. Generell gibt es immer noch viel Ungleichheit zwischen Mann und Frau – dies gilt auch auf politischer Ebene. Dort findet man viel mehr Männer als Frauen und die Initiative will dies ändern, indem die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in die Verfassung eingetragen werden soll. Vom Landtag wurde diese Initiative am 4. März 2020 abgelehnt, aber da das Volk das letzte Wort hat, wird am 30. August in einer Volksabstimmung darüber entschieden. Natürlich erhoffen sich die Initianten ein «JA» von der Mehrheit der Wähler, denn einerseits liegt ihnen die Frauenförderung am Herzen, mit dem Ziel eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Männern und Frauen.

Zum Schluss des interessanten und lehrreichen Vortrags bekamen alle eine schöne, handgeschöpfte Postkarte mit echten Blumensamen und der Aufschrift: «Damit der Samen aufgeht». Eine sehr gute und anschauliche Idee!

Bericht: B. Arpagaus
Foto: J. Gstrein

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