Zweiter Internationaler Tag der Muttersprache am Freitag, 21. Februar 2020

Referntin: Annika De Maeyer

Letztes Jahr, am 21. Februar 2019, konnte die UNESCO zum 20. Mal den Internationalen Tag der Muttersprache, zur Förderung der sprachlichen Vielfalt weltweit und des mehrsprachigen Unterrichts feiern. 

Damals organisierte der Gehörlosen Kulturverein Liechtenstein ebenfalls einen Tag der Muttersprache, um unsere Gebärdensprache bewusst zu machen und zu pflegen. Da die Veranstaltung ein Erfolg war und die Sensibilisierung längst nicht abgeschlossen ist, führten wir diese Veranstaltung jetzt ein zweites Mal durch – und natürlich ist der Tag der Muttersprache etwas ganz Besonderes!  

Für viele Gehörlose ist die Gebärdensprache ihre Muttersprache. In Liechtenstein ist sie aber (noch) nicht anerkannt. Ist die Anerkennung wichtig? Was ist wichtig an der UNO BRK? Und ist die politische Arbeit für den GKVL wichtig?

An diesem Abend wurden zahlreiche Informationen vermittelt. Es war sehr erfreulich, dass Annika De Maeyer, Verantwortliche Public Affairs SGB-FSS, sich Zeit nahm, um zu uns nach Liechtenstein zu reisen. Sie zeigte einen Überblick über die Anerkennung der Gebärdensprachen in Europa und informierte über den aktuellen Stand der Anerkennung der Gebärdensprachen in der Schweiz. Sie erklärte, was die UNO BRK ist und warum sie wichtig ist. 14 Personen kamen, um mehr über das politische Vorgehen zu erfahren. Sehr interessant, wie unterschiedlich die Gesetze in den verschiedenen Ländern sind und deren Vergleich.  

Liechtenstein hat die UNO BRK (noch) nicht unterschrieben. Für die Rechte von Menschen mit Behinderung ist das wichtig. Alle müssen das Recht auf ein barrierefreies Leben bekommen. Für uns in Liechtenstein bedeutet dies viel Arbeit, um für unsere Rechte zu kämpfen, insbesondere für Gesetze und die Unterzeichnung der UNO BRK. Die Anerkennung der Gebärdensprache in Liechtenstein würde bewirken, dass sie respektiert wird, was sehr bedeutend für uns ist.

Nach der Präsentation wurde der Tag der Muttersprache noch mit Essen und Trinken sowie viel interessantem Austausch gefeiert.

Bericht und Fotos: Berny

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