800 Jahre Stadt Feldkirch: Führung durch die Ausstellung v. 18.Mai 2019

Die Stadt Feldkirch hat von sich aus dem Angebot gemacht, Führungen barrierefrei für Gehörlose anzubieten. Am 18. Mai traf sich eine Gruppe von einigen Gehörlosen mit Hörenden zu einer gemeinsamen Führung durch die Ausstellung „800 Jahre Stadt Feldkirch“. Gehörlose sind ja nicht unsichtbar und eine Gebärdensprachdolmetscherin hat alles, was Herr Gruber über die Geschichte erzählt und erklärt hat, übersetzt. 

Feldkirch hat viel zu erzählen.  Feldkirch wurde im Jahr 1218 gegründet und hat eine lange, spannende Geschichte. Die Ausstellung führte auf zwei Etagen durch 23 Räume. Am Schluss konnten wir über den schönen riesigen Dachboden und eine schmale Treppe auf das Dach steigen. Dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Innenstadt von Feldkirch. 

Die Ausstellung ist im Palais Liechtenstein, das ist ein altes, gut erhaltenes Gebäude. Warum heisst das Gebäude „Liechtenstein“? Als um 1700 der Fürst von Liechtenstein Grafschaften von den Hohenemser Grafen abgekauft hat, hat der Verwalter zuerst in Feldkirch gewohnt. Liechtenstein war damals ein sehr armes Land, das Schloss Vaduz war nicht bewohnbar. Deshalb war am Anfang der Geschichte Liechtensteins die Liechtensteiner Verwaltung im „Palais Liechtenstein“. Übrigens: Das Fürstentum Liechtenstein feiert 2019 sein 300 Jahre Jubiläum.

Nach der Ausstellung haben wir im Café im Palais Liechtenstein weiter geplaudert, Herr Gruber hatte zum ersten Mal eine Gruppe mit gehörlosen Interessierten geführt. Er war ganz begeistert. Wir waren auch sehr zufrieden und genossen danach ein gemeinsames Abendessen ganz in der Nähe vom Palais. Hörende und Gehörlose haben gemeinsam einen schönen Nachmittag und einen geselligen Abend verbracht.

Bericht: H. Oehri

Foto: J. Gstrein 

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