Infoabend der Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein

Am Freitagabend, den 29. März 2019, trafen sich einige Gehörlose bei der Landespolizei in Vaduz, eine Gebärdensprachdolmetscherin war auch dabei. Wir wurden von Markus Senti, Leiter des Landesnotrufs und der Einsatzzentrale im Fürstentum Liechtenstein, herzlich begrüsst. Zur Einführung gab es eine Präsentation zur Geschichte der Landespolizei. 

Wir konnten aber auch unsere Sorgen und Bedürfnisse formulieren, nach Lösungswegen in der Kommunikation fragen und haben über einen hörbehindertengerechten Ablauf einer Notfallsituation speziell für Gehörlose diskutiert. Herr Senti beantworte alle unsere Fragen. Wenn jemand bei einem Autounfall, Brandfall oder Einbruch in der Wohnung betroffen ist, kann man z.B. eine Whats App- oder SMS an die eigene Familiengruppe senden, damit die Familie den Notruf für den Gehörlosen absetzen kann. Es ist aber auch möglich, dass der Gehörlose eine SMS direkt an die Landespolizei sendet, siehe www.landespolizei.li. Aber, so gibt Herr Senti zu, das ist nicht so einfach und braucht Zeit für die Beantwortung. Auch muss noch ein richtiges Notfall-System für Menschen mit Hörbehinderung angepasst werden, dazu braucht es Investitionen. Seine Empfehlung ist: Kontakt mit der Regierung aufzunehmen, also gibt es Lobbyarbeit!  

Dann führte uns Herr Senti in einem Rundgang durch das Polizeigebäude und zeigte uns verschiedene Abteilungen, Gefängnis, Notrufstelle, Kriminalpolizei und das Museum. Jeder erhielt auch eine Tragtasche (Info-Heft „sicher. Ihre Landespolizei.“) und ein weiteres kleines Geschenk, vielen Dank! Es war ein langer Infoabend bis 21:30 Uhr mit vielen interessanten Diskussionen. 

Bericht. Schwyter Toni

Foto: Schwyter Toni

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